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Rettet die Tomaten!

Einige der schönsten Tage des vergangenen Sommers verbrachte ich auf dem „Hof vor’m Deich“ bei den Tomatenrettern. Eine Freundin hatte mich darauf gebraucht, denn sie half dort seit einiger Zeit ehrenamtlich beim Züchten von Tomaten und anderem Gemüse, das quasi vom Aussterben bedroht ist, da es ohne eine aufwendige und teure Zulassung nicht mehr verkauft werden darf. Was für ein Irrsinn das ist und wieviel uns da vorenthalten wird, wurde mir erst beim Anblick der schier unglaublichen Vielfalt an Tomaten- sowie sonstigen Gemüsesorten klar. Mehr als einhundert Sorten in allen Formen und Farben haben die Tomatenretter bisher kultiviert. Und dabei ist nicht nur die Vielfalt überwältigend, sondern auch der Geschmack. Dass gängige Rispentomaten, die wir aus jedem Supermarkt als Standart kennen, extra so gezüchtet werden, dass sie sich möglichst schnell mit Wasser vollsaugen um groß und schwer zu werden, war mir vorher nicht bewusst. Jetzt da ich es weiß und den geschmacklichen Unterschied kenne, gibt es keinen Weg zurück.

Abgesehen von diesen Erkenntnissen und Geschmackserlebnissen hat es einfach Freude gemacht, in der ungeahnt nahen Natur am mittleren Landweg ein wenig zu helfen und die ländliche Umgebung zu genießen.

Mehr Infos zu den Tomatenrettern findet ihr hier.

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Shooting – Saran Battsengel

Saran Battsengel ist eine aufstrebende Berliner DJane mit Wurzeln in der Mongolei. Wir kennen uns bereits seit einigen Jahren und waren bereits in Saarbrücken zusammen auf der Piste. Ich hatte der Vergnügen, ein kleines und sehr persönliches Shooting mit ihr zu machen. Wie sich herausstellte, hat sie nicht nur ein Händchen für elektronische Musik, sondern macht sich auch ganz gut vor der Kamera. Aus einigen Bildern entstanden interessante Entwürfe für Coverdesigns o.Ä. Andere hat sie inzwischen als Referenz für Booking-Bewerbungen und Musik-Plattformen genutzt.

Zu ihrem SoundCloud-Profil geht’s hierentlang.

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Wahlheimat, die Zweite

Inzwischen lebe ich schon ein halbes Jahr im Norden und lerne ihn mehr und mehr kennen und lieben. Der Sommer steht vor der Tür und die Möglichkeiten zwischen Elbe und Alster, Nord- und Ostsee scheinen unbegrenzt. Paddeln, Segeln, Surfen oder einfach irgendwo Chillen. Hamburg ist voller Grünanlagen, eine schöner als die andere. Und davon, einen Strand in weniger als einer Stunde erreichen zu können, konnte man im Saarland auch nur träumen. Ich bin echt gespannt und freu mich wie Bolle auf den Sommer!

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Architekturfotografie – Frankfurt City

Vor ein paar Jahren während meines Studiums war ich in Frankfurt zu einer Foto-Exkursion. Mit einer ziemlich miesen Kamera ging’s durch die einzige deutsche Stadt mit Skyline, geführt von unserem Fotografie-Professor. Relativ ahnungslos hab‘ ich einfach mal drauflos geknipst und versucht, interessante Ausschnitte des Betondschungels aufzunehmen. Ob mir das gelungen ist, soll jeder selbst beurteilen. Mit jedenfalls hat es Spaß gemacht und es war ein erster Gehversuch im Bereich Fotografie. Dabei habe ich auch viel gelernt über Bildkomposition, Proportionen und Farben, was mir auch als Grafikdesigner zugute kam. Frankfurt ist definitiv eine der interessantesten Städte in Deutschland für Architekturfotografie, inbesondere natürlich wenn um Moderne geht. Im Bankenviertel findet man nicht nur Hochhäuser und Glaspaläste, sondern auch interessante Kunstwerke, die mit der modernen Architektur korrespondieren. So entstehen teils tolle Kompositionen aus Linien und Rastern.

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Meine Wahlheimat Hamburg

Als ich vor etwa einem Jahr zum ersten mal Hamburg besuchte, hätte ich nicht gedacht, so bald schon hier zu leben. Dennoch hat mich die Stadt damals schon fasziniert. Unsere Entdeckungsreise begannen wir mit einem Abendspaziergang von der fantastisch beleuchteten Speicherstadt bis zur beeindruckenden Kulisse des Hamburger Hafen und trotz der Abwesenheit eines Stativs gelang die ein oder andere verwertbare Aufnahme. Alster, Jungfernstieg und St. Pauli standen außerdem auf dem Programm und sorgten dafür, dass die Stadt einen bleibenden Eindruck bei mir hinterließ.

Nun, etwa ein Jahr später, hat uns das Schicksal hierher verschlagen. Doch auch wenn der Zufall durchaus eine gewisse Rolle gespielt hat, ist Hamburg für mich eindeutig die schönste Großstadt Deutschlands. Mit seiner Vielseitigkeit, seinem nordischen Charme und seinen kultigen Ecken sorgt die Stadt nicht nur bei den Bewohnern für Begeisterung, sondern lockt auch jede Menge Touristen an. Die touristischen Hotspots sind natürlich die gleichen, die wir damals auch abgeklappert haben. Aber auch abseits davon gibt es sehr schöne Ecken. Der Stadtpark beispielsweise, glücklicherweise gleich bei uns um die Ecke, bietet jede Menge Platz zum Chillen, Grillen, Spazieren und natürlich auch Fotografieren. Eine super Aussicht über die ganze Stadt hat man vom Planetarium, dessen Programm ebenfalls wirklich empfehlenswert ist. Hamburg durchziehen unzählige Kanäle und wohl daher verfügt die Stadt über mehr Brücken als Amsterdam, London und Venedig zusammen (Quelle: Stadtrundfahrt Hamburg).

Etwas problematisch ist natürlich die Wohnsituation, denn gerade in jungen Vierteln ist kaum etwas zu kriegen. Seit einigen Jahren hält auch in Hamburg kräftig die Gentrifizierung Einzug, und so sind aus ehemals alternativen und verruchten Ecken heute größtenteils schicke Wohnviertel geworden. Das ist etwas schade, denn die Stadt lässt so wenig Raum für alternative Subkulturen oder Nischen in denen Neues wachsen kann. Im Gegensatz zu Berlin ist in Hamburg wohl eher der Mainstream beheimatet. Dennoch lebe ich gerne hier und an schönen Tagen ist ein Spaziergang um die Alster mit nichts zu vergleichen.

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Saarland – Heimat!

Das Saarland ist ein kleines Bundesland, das Viele nur vom Namen her kennen. Mit Ausnahme von Reiner Calmund scheint kaum jemand gezielt den Weg zu uns „Halbfranzosen“ zu suchen. Dabei verpassen all die Ahnungslosen eine Menge. Denn das Saarland hat eine bewegte und interessante Geschichte, die sich an vielen Orten wiederfindet. Nicht umsonst hat es die Völklinger Hütte zum Weltkulturerbe gebracht und ist heute großartige Kulisse für ein Electro-Festival. Aber auch andernorts findet man interessante Plätze, die die industrielle Vergangenheit des Saarlandes belegen und sich heute ähnlich wie im Osten Deutschlands von Industriebrachen in großartige Locations der Subkultur verwandelt haben. Besonders Saarbrücken hat jede Menge Kultur und Gastronomie zu bieten. Das Nauwieser Viertel zum Beispiel ist Kult und besitzt eine ähnliche Szene und Geschichte, wie viele andere Künstler- und Studentenviertel.

Fest steht: Ich bleibe meiner Heimat gewogen, und komme immer wieder gerne „hemm“.

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Dresden, das „Elbflorenz“

Dresden ist eine besondere Stadt für mich. Nicht nur, weil ich gleich in mehrerer Hinsicht eine persönliche Beziehung zu ihr habe. Sie war die erste ostdeutsche Stadt, die ich nach der Wiedervereinigung besuchte, denn mein älterer Bruder hatte den Mut, sich kurz nach seinem Studium in ein damals fast unbekanntes Land aufzumachen. Darüber hinaus kommen Teile der Familie meiner Freundin aus Dresden, und daher war ich schon oft dort.

Die Stadt hat sich über die Jahre stark entwickelt. Einst teils verlassen und heruntergekommen blüht sie heute wie keine andere im Osten. Die Dresdner Altstadt ist legendär und übervölkert von Touristen. Aber auch abseits davon ist Dreden voller wunderschöner barocken Bauten, Villen und Schlösser, wie man sie in keiner anderen Stadt sieht. Ein echt cooler Spot, besonders im Sommer, ist die Dresdner Neustadt – das In-Viertel Dresdens – in dem die Mieten seit Jahren nur eine Richtung kennen und dennoch weit unter dem Niveau in vergleichbaren Vierteln westdeutscher Städte liegen. Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal in Dresden war, war das Yenidze, eine ehemalige Zigarattenfabrik und daher „Tabakmoschee“ genannt, beinahe der einzige ausländische Einfluss in der Stadt. Heute sieht es in zumindest in der Neustadt ähnlich aus wie in westdeutschen Städten und Döner, Falafel und Shishas sind allgegenwärtig. Leider macht Dresden in letzter Zeit ja nicht gerade mit Weltoffenheit von sich reden, was wirklich schade ist, denn eigentlich hat die Stadt vielmehr zu bieten als Engstirnigkeit und Einfalt.

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Emeli Sandé T-Shirt Print

Meine Freundin ist großer Emeli-Sandé-Fan. Vor Kurzem hat sie es endlich geschafft, an Tickets für ein Konzert in Luxemburg zu kommen. Wochenlang freute sie sich darauf, schaute sich Aufzeichnungen von Konzerten und sang ihre Lieder. Ich wollte ihr ein besonderes Geschenk machen, und fertigte eine illustriertes Portrait von einem der Cover an. Das Bild zeigt die Sängerin auf dem Cover zum Song „Clown“. Aber die Textzeile „words to change a nation“ aus dem Song „Read All About It (Pt. 3)“, eines der Lieblingslieder meiner Freundin, passt mindestens genausogut. Aus dem Artwork wurde dann ein T-Shirt Print für’s Konzert.

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Berlin, Berlin, wir fahren nach…

Jajajaja… Alle wollen nach Berlin, müssen nach Berlin oder sind schon in Berlin. Gerade die Kreativszene scheint mittlerweile ja geschlossen nach Berlin abzuwandern, Berlin wird teilweise zur Kreativhauptstadt der Welt erklärt. Ich sträube mich gerne gegen solche Hypes. In den Neunzigern war ich als Teenager zum ersten mal in der Stadt und die Trennung zwischen Ost und West war noch unübersehbar. Der Potsdamer, damals noch ein Niemandsland voller Baukräne, ist heute ein Hochhausurwald. Der Ku’damm hat sich von einer Ausgeh- und Flaniermeile zur Shopping-Straße gewandelt. Und der einstige soziale Brennpunkt Kreuzberg ist jetzt als Sinnbild für Gentrifizierung zu einem der hipsten Viertel Berlins geworden. Berlin verändert sich schnell. Vielleicht nicht so schnell, wie es manche Investoren gerne hätten, doch wenn man die Entwicklungen der letzten Jahre linear fortschreibt, dann werden die vielen Freiräume, die die deutsche Hauptstadt heute zu dem machen was sie ist, irgendwann Geschichte sein. Alleine schon vor diesem Hintergrund machen regelmäßige Berlin-Besuche durchaus Sinn. Schließlich kommt die ganze Welt gerade in die „coolste Stadt des Planeten“, und wir haben sie vor der Tür. Trotzdem ist mir der Wahnsinn dort manchmal etwas zu viel und ich bin froh, wenn ich nach einigen Tagen wieder ins ruhige Saarbrücken zurück kann.

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Tags, Zeichnungen und Gekritzel

So ging das damals los bei mir. Zum Leidwesen meiner Lehrer verbrachte ich meine Schulstunden lieber mit dem Verschönern von Hausaufgabenheften, Büchern oder Schulbänken. Nicht jeder konnte oder wollte das damals als Kunst sehen, aber für mich war es der Anfang des Ausdrucks meiner visuellen Kreativität. Zum Illustrator hat’s nun leider nicht gereicht, aber trotzdem mache ich heute noch gerne Sachen schön. Und Skateboarding, Graffiti und Streetart generell waren definitiv Dinge, die mich stark inspiriert haben und das bis heute tun. Jetzt hilft mir das Scribbeln von Ideen oft dabei, diese zu visualisieren und darüber hinaus ist Zeichnen ein immernoch gerne praktiziertes Hobby.

 

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