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Mein neues Lieblingsland: Schweden

Ich wollte immer schonmal nach Schweden. Aus irgendeinem Grund hat mich dieses Land von allen skandinavischen Ländern immer am meisten gereizt. Letztes Jahr im September war es dann endlich soweit, und ein VW-Bus war für zwei Wochen unser fahrendes Zuhause auf einem ersten Erkundungstrip von Trelleborg bis Göteborg. Die Schönheit dieses Landes hat uns teilweise überwältigt. Der Spätsommer erwies sich zudem als ideale Reisezeit, denn allen Vorurteilen über das skandinavisch kalte Wetter zum Trotz hatten wir meist strahlenden Sonnenschein bei über 20 Grad. In Schweden liegen die Ferienmonate für alle Regionen zwischen Juni und August, was dazu führte, dass wir in Tylösand, einem der beliebtesten Badeorte Schwedens, einen fast menschenleeren Strand vorfanden.

Aber von vorne: Nach der Fährüberfahrt von Rostock in Trelleborg angekommen, wunderten wir uns zunächst einmal über die Palmen, die überall in der kleinen Stadt herumstehen. Abgesehen davon hat Trelleborg aber nicht viel Interessantes zu bieten, deshalb fuhren wir schnell weiter in Richtung Malmö. Auf unserer Route entlang der Küste gab es bereits die ersten Eindrücke von Schwedens typischer Schönheit. Malmö, die drittgrößte Stadt Schwedens und eines der wichtigesten Handelszentren, bietet einen für Schweden typischen Mix aus moderner und barocker Architektur. Unsere erste Nacht verbrachten wir auf einem Parkplatz ganz in der Nähe der Öresund-Brücke, die die beiden Städte Kopenhagen und Malmö und damit auch zwei Länder verbindet, und die außerdem Dreh- und Angelpunkt der Krimiserie „die Brücke“ ist. Campen ist in Schweden fast überall erlaubt, denn das sogenannte „Jedermannsrecht“ erklärt Schwedens wundervolle Natur zum Eigentum aller. Dies spiegelt gleichzeitig die große Naturverbundenheit der Schweden als auch die Einstellung zu sozialer Gleichheit wieder.

Auch Helsingborg ist eine schöne Stadt, die ähnlich wie Malmö sehr aufgeräumt, sauber und frei von sozialen Misständen wirkt. Tatsächlich zählte Schweden lange Zeit zu den Ländern mit dem geringsten Sozialgefälle, was sich jedoch leider mehr und mehr ändert. Ein klares Highlight war auf unserer Reise war das bereits erwähnte Tylösand. In den Sommermonaten verbringen hier viele Schweden ihren Urlaub, beispielsweise in den typischen Holzhäusern nahe des Strandes. Wir hatten das Glück, den wunderschönen Strand fast für uns allein zu haben und einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen zu dürfen. Auch der weitere Weg richtung Göteborg hielt einige Highlights bereit, wie etwa Schloss Tjolöholm, das der Arts & Crafts Bewegung zugerechnet wird und wunderschön auf einer Halbinsel von einem in Schweden beispielosen englischen Part umgeben ist. Göteborg, die zweitgrößte Stadt Schwedens, war dann fürs Erste die nördlichste Station unseres Trips. Die Stadt besitzt ein Kanalsystem, das von den Holländern gebaut wurde, viele schöne Altbauten und eine lebhafte Gastronomie- und Party-Szene. Außerdem gehören die Schären-Inseln, die es Schweden an vielen Stellen vor der Küste gibt, zum Stadtgebiet Göteborgs und man kann sie ganztägig mit kostenlosen Fähren erreichen. Die Art und Weise, wie frei die Schweden dort, wie auch am Vänernsee oder an vielen anderen Orten im Land, leben und wohnen, hat uns beeindruckt. Denn anders als in Deutschland, wo meist klar strukturierte Siedlungen entstehen, scheint in Schweden jeder sein Haus dort bauen zu können, wo es ihm gefällt. So stehen viele Häuser verstreut in der Natur an teils außergewöhnlichen Plätzen.

Auf unserer Reise bekam meine Freundin die Nachricht, dass sie für ein Auslandssemester am Karolinska Institut in Stockholm angenommen wurde, was bedeutete, dass wir eine Zukunft in Schweden haben würden. Inzwischen war ich viermal in Stockholm, um sie zu besuchen, denn Flüge von Hamburg sind teils billiger als ein Zugticket nach Berlin. Die schwedische Hauptstadt besticht vor allem durch den allgegenwärtigen schwedischen Stil, der von den schicken Cafés, Geschäften und Bars bis hin zur Garderobe ihrer Einwohner alles bestimmt. Interessant und unverwechselbar ist die Stockholmer U-Bahn, die Tunnelbana, die wegen der vielen Kunstwerke in den Bahnhöfen zu den größten Galerien der Welt gezählt wird. Bei einem meiner Besuche reisten wir weiter nach Kiruna, der nördlichsten Stadt Schwedens, um die Nordlichter und die winterliche Landschaft in Schwedisch-Lappland zu bestaunen. Insgesamt ist die Vielseitigkeit Schwedens wirklich beeindruckend, und gerade die Natur hat mich fasziniert. Schweden ist ein klasse Reiseziel und besonders mit einem Bulli oder Wohnmobil super zu entdecken. Wir kommen auf jeden Fall gerne wieder!

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